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Seehundstaupe: Zahl der Todesfälle steigt


Die Zahl der an dem Staupevirus verendeten Seehunde steigt. Auf den Nordseeinseln Amrum und Sylt sind zahlreiche Kadaver angeschwemmt worden.

Die Zahl der am Staupevirus verendeten Seehunde entlang der deutschen Nordseeküste wächst. Allein auf der Nordseeinsel Amrum wurden an diesem Wochenende 50 bis 60 Kadaver eingesammelt, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurden bislang rund 400 Kadaver im nördlichsten Bundesland aufgefunden.

Tausende toter Tiere

«Obwohl kein starker Westwind war, wurden an diesem Wochenende ganz besonders viele tote Tiere gefunden», zitiert die Agentur den Seehundexperten Thomas Borchardt vom Nationalparkamt Tönning. «Auf Amrum ist die Lage inzwischen angespannt.» Auch auf Sylt sei die Zahl der toten Tieren stark gestiegen.

Seehundschützer befürchten, dass die Epidemie ähnliche Ausmaße erreichen könnte wie 1988. Damals fielen über 20.000 Seehunde dem Virus, das das Immunsystem der Tiere schwächt, zum Opfer. In diesem Jahr sind bereits mehrere tausend Tiere in Nord- und Ostsee an der Seehundstaupe verendet, die meisten davon vor der Küste Dänemarks. (nz)